AStA Büro

Umzug - Das AStA Büro zieht auch vorübergehend um


Das Asta - Büro ist vorübergehend im Hochhaus Raum H307.


Pressemitteilung: Institut für vergleichende Irrelevanz ist verkauft – Stellungnahme der Nutzer_innen

Bei der Senatssitzung am vergangen Mittwoch hat das Präsidium der Goethe-Universität
Frankfurt auf Nachfrage des AStA den Verkauf des Gebäudes des Instituts für vergleichende
Irrelevanz (im Folgenden: IvI) im Kettenhofweg 130 angekündigt. Die Nutzer_innen des 2003
im Rahmen der Studierendenproteste besetzten Gebäudes zeigten sich irritiert. Nachdem die
Universitätsleitung die Arbeit des Instituts seit über acht Jahren geduldet hat, sind die
Nutzer_innen davon ausgegangen, dass sie über Pläne zur Zukunft des Gebäudes als erste
informiert werden.
„Auch wenn uns das Vorgehen der Universitätsleitung nicht überrascht, sind wir wütend, ein
weiteres Mal vollkommen übergangen worden zu sein“ sagt Sabine Winter, eine der
Mitbegründer_innen des Instituts. „Das Ivi ist ein zentraler Bestandteil der studentischen
Selbstorganisation und Kultur in Frankfurt geworden. Gerade jetzt, wo für studentische
Initiativen kaum noch Raum vorgesehen ist, ist das Ivi unverzichtbar.“ Mit dem Umzug der
Universität gehe der öffentliche Charakter, der den Campus Bockenheim prägte, verloren.
Durch die kontinuierliche Arbeit hat sich das IvI zu einem Ort der Verbindung von
Wissenschaft, studentischer Kultur und städtischer Öffentlichkeit entwickelt. Eine Vielzahl an
Gruppen und Initiativen nutzt das IvI für Konzerte und Ausstellungen, Lesekreise und Vorträge,
Kongresse und Parties. Die offene und demokratische Organisation des Projekts korrespondiert
dabei mit der Idee der demokratischen Architektur Ferdinand Kramers, die für Transparenz und
den Abbau von Hierarchien steht. Das Gebäude, das durch den Umzug der
Geisteswissenschaften auf den IG Farben Campus mehrere Jahre leer stand, wurde und wird
durch die Besetzung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. „Die Teilnahme im IvI ist prinzipell
offen und nicht an Status und soziale Herkunft gebunden. Das klingt vielleicht etwas altbacken,
aber das ist nicht selbstverständlich“, so Benjamin Walter, ein Schüler, der seit kurzem im
Institut aktiv ist.
Die Planungen für das Programm 2012 seien im vollen Gange. Krista Herns, Mitarbeiterin des
Instituts, teilte mit: „Unsere Arbeit ist langfristig angelegt. Deshalb fordern wir, dass die
Zukunft des Instituts nicht über unsere Köpfen hinweg entschieden wird. Die Universität und
die Stadt Frankfurt sollten endlich zur Kenntnis nehmen, wie wichtig das Projekt Ivi für
städtisches und studentisches Leben in Frankfurt ist. Das IvI muss dauerhaft erhalten werden!“
Kritisches Denken braucht – und nimmt sich – Zeit und Raum.

 

Hier könnt ihr die Onlinepetition unterzeichnen: www.ipetitions.com/petition/ivi/